Segeln nach Kyllini
Bei SW-Wind legten wir in Katakolon ohne den Motor ab. Mit den Segeln ging es hinaus und um das Kap Katakolou wurde gekreuzt.
Nordwestwärts segelten wir mit 6 Knoten nach Kyllini.
Plötzlich aber war der Wind weg, völlige Windstille und konfuse Kappelsee. Wir warteten etwas über eine Minute, verringerten vorsichtshalber die Segelfläche und plötzlich war die Windrehung um 180 Grad da.
Wieder Vollzeug gesetzt ging es jetzt mit 6,5 Knoten (9,60m Sirius 32 DS) weiter. Verdammt zügig gehts hier mit den 180 Grad Windrichtungswechseln!
Um Kavkalida herum und die letzten paar Seemeilen ostwärts nach Kyllini durften wir gegen den Wind kreuzen.
Abgelegt ohne den Diesel, nur unter Segeln nach Kyllini, doch jetzt im Hafen musste der Diesel zum römisch-katholisch Anlegen mit eigenem Anker und Heckleinen dann doch noch ran.
Zudem begrüßte uns in Kyllini ein Gewitter mit kräftigem Regen.
Den Ort Kyllini hätten wir eher auslassen sollen. Vom ehemaligen bedeutenden venezianischen Handelsposten Glarenza ist nichts zu sehen. Kyllini ist ein Fährhafen und unserer Meinung nach nicht sehenswert. Einzig die 8 km entfernte große Festung Chlemutsi / Tornese soll recht schön sein. Auch bietet sich per Mietauto ein Ausflug zum rund 65 km entfernten Olympia an, wobei dort auch nicht sonderlich viel zu sehen sein soll.
Beides lassen wir aus, denn wir haben Segelwind. Nicht das ein Termin wirklich schon drücken würde aber Ende des Monats kommen Schwester und Schwager nach Korfu und bevor wir gegen den vorherrschenden NW-Wind kreuzen oder gar bei Windstille motoren, segeln wir lieber jetzt bei passendem Wind und lassen uns rund Lefkas und Korfu Zeit.

Im Hintergrund die Festung Tornese

Nicht direkt im Fährhafen anlegen, sondern hinter die zum Fährhafen abgrenzende Mole! Der hintere Teil ist für Fischer und eine gelbe Boje markiert eine Untiefe!
Strom und Wasser sind vorhanden und keiner möchte Hafengeld?
Dies ist übrigens in Griechenland längst keine Ausnahme. Die Häfen sind wohl oft mit EU-Mitteln in der Grundstruktur fertig. Weitere Mittel zum Ausbau scheinen zu fehlen und es ist wohl auch kaum jemand daran interessiert. Solange der Hafen nicht fertig gestellt ist wird auch kein Hafengeld erhoben. Dies ist unser Eindruck von vielen Häfen in Griechenland und dies muss keinesfalls auf den Hafen Kyllini zutreffen! Ein EU-Schild sahen wir hier nicht!



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