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Segelyacht Tongji
© Rainer Ocker

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Marmarameer bis Kemer

Der Wetterbericht sagte für den Vormittag Wind aus SSE mit 11-15 Kn voraus. Ab Mittag bis 15 Kn aus SW, welches dann mit etwas Windrehung an der Küste uns sicher nicht mehr Segeln läßt. Aber mal abwarten wo wir zu diesem Zeitpunkt sind und dann weitersehen welchen Hafen wir ansteuern.
Am Morgen hatten wir dann tatsächlich Ostwind, welcher uns kurze Zeit mit 5 Kn segeln ließ. Dann schwächerer Nordostwind. Letztlich drehte der Wind weiter auf Nord. Lag der Wetterbericht so falsch? Plötzlich Windstille und vor uns sahen wir, wie schon in
Büyükcekmece, das schäumende Marmarameer. Innerhalb kürzester Zeit setzte WSW Wind mit 6-7 BFT / bis 30 Kn ein. Welch krasse Windänderung!. An der Küste drehte der Wind nochmals und wehte uns entgegen. Dagegen zu kreuzen musste nun wirklich nicht sein. Der nächste Hafen war Kemer, ein kleiner Fischerhafen. Hoffentlich ist dort Platz? In Hafennähe sehen wir ein französisches Segelboot einfahren. Dies belegt den einzigen freien Platz und wir legten seitlich beim Franzosen an. Die letzten paar Meter am Kai mußten freigehalten werden (siehe Bilder).
Im Hafen pfiff der Wind ebenfalls fürchterlich. Den Ort erkundeten wir recht schnell. Tiefstes Landleben in der Türkei, absolut nichts los. Immerhin gibt es einen Lebensmittelladen. In die einzige Taverne, welche eher eine Halle ist, wurden wir eingeladen. Im Hafen wurden das französische Boot und unsere Tongji von herbei gelaufenen Kindern immer wieder bestaunt. Hier legt bestimmt nicht oft ein Segelboot an! Das Unschöne an der Sache ist nur das weitere Wetter. Unser Wetterbericht von gestern, sagte 3 weitere Tage SW von 30 Kn bis 40 Kn vorher. Dies ist für die Dardanellen eine sehr ungewöhnliche Windrichtung. Ein Fischer hier im Ort meinte auch das dies jetzt ein paar Tage so weiterweht! Genial ist hier auch der fehlende Internetempfang. Nicht einmal das Handy bekommt ein GPRS-Netz. Damit auch über das Handy kein Internet. Der Fischer sagte, in einem Cafe im Ort soll ein PC mit Internetanschluss stehen. Nur ein Cafe hatten wir bisher in Kemer nicht gesehen. Scheinbar haben wir hier aber viel Zeit und werden uns dies Cafe suchen gehen.

Marmarainseln
Von
Marmara kommend an den letzten kleineren Inseln vorbei.

Kemer - Hafen
Tongji im Hafen von Kemer (2.v.l. - im Päckchen beim französichen Segelboot). Neben uns ein 7er Päckchen Fischerboote. Wir spielten Prellbock für das schwankende Päckchen. Ein kleines Stückchen Kai hinter dem Franzosen wurde freigehalten für ein Fischerboot, hat man uns gesagt!

Hafen Kemer
Und dann kam das Fischerboot. Ein fast ausgewachsener Hochseefischer machte an 8 Meter Kai fest. Er konnte aufstoppen und unser Geräteträger blieb ohne Schaden! Letztlich stand der Bug über unserem Boot. Fender waren wirkungslos.
In der nächsten Nacht kam ein noch größerer Fischer als auf dem Bild. Obwohl alle sehr nett waren, eigentlich ist hier kein Platz für Sportboote. Unglaublich wie die “Dicken” an 8 Meter Kai festmachen.

türkischer Fisch
Für den beinahe Infarkt gab es einen Beutel Fisch. Der Fischer sagte: türkischer Fisch sei der beste der Welt.

Kemer
Kemer

Kemer
Kemer

Kemer
Kemer - in der Flussmündung

Kemer
Nördlich des Hafens

Kemer - Ausgrabungen
Antike Ausgrabungen in Kemer.
Hierhin wurden wir extra geführt. Die türkischen Menschen sind extrem freundlich und hilfsbereit! Geschenke hier und dort, Führungen und immer wieder Einladungen. Kaum im Ort jemanden getroffen und die Frage kam “Problemo?”

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