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Türkelifeneri und zurück nach Poyraz

Von Poyraz sind wir über den Bosporus rüber nach Türkelifeneri. Dort lagen Heike und Michael von der Solarwave und es sollten Bekannte aus der Türkei kommen, welche mit den Einreiseformalitäten helfen konnten.
In Türkelifeneri angekommen begrüßte uns erst mal ein 5 Mann Trupp von der Grenzpolizei und der Hafenmeister. Wir hatten noch die Leinen zum Festmachen in der Hand, da wollte dieser bereits 20 TL für die letzte Nacht. Dies sagte er auf halbenglisch. Meine Erklärung das wir eben gekommen sind und die letzte Nacht gar nicht hier waren wollte er nicht verstehen, sondern wedelte immer mit seiner Hafenquittung.
Die Grenzpolizei, mit 2 Maschinengewehren im Anschlag wollten die Einreisedokumente bzw. uns sagen das wir schnellstmöglich nach Istanbul fahren mögen und diese dort besorgen. (es gibt von Bulgarien kommend am Schwarzen Meer bis Istanbul keinen Einreisehafen.)
Auch die Grenzpolizei meinte letztlich ich solle die 20 TL bezahlen, was ich aber nicht einsah, denn wir waren die letzte Nacht nicht hier. Letztlich wurde telefoniert, das Telefon umhergereicht, am Telefon wurde mir plötzlich erklärt das 5 Minuten Anlegen im Fischerhafen, übrigens in 5.Reihe, reichen um die Hafengebühr zu rechtfertigen. Das Telefon ging noch mal an den Beamten, dieser legte auf, meinte mit plötzlich freundlicher Miene das er E... hieße und fragte mich nach dem Namen. Letztlich sagte er: Rainer es ist alles in Ordnung, keine Hafengebühr. Wir und die Solarwave mögen schnellstmöglich zum Einklarieren nach Istanbul weiterfahren.
Ich habe nichts gegen die 20 TL, ja wäre froh wenn alle Häfen solch moderate Preise hätten, aber eben nicht fürs Anlegen am Vormittag und dann für die letzte Nacht bezahlen, bzw. kurzzeitiges Liegen.
Was der Grenzpolizeieinsatz sollte habe ich bis jetzt noch immer nicht wirklich verstanden. Wir hatten die gelbe Flagge draußen. Zeigten an das wir über unseren Status wissen und waren nicht an Land. Da kommen 5 Mann mit Maschinengewehren und sagen uns wir müssen nach Istanbul. Sie wollten weder irgendwelche Daten, Formulare, ja nicht ein mal den Pass sehen.
Die Bekannten aus der Türkei kamen letztlich, deren Lösung war aber einfach gar nicht einzuklarieren, sondern immer auf Durchreise zu machen. Dies war völlig unbefriedigend. Eine ordentliche Einreise mußte schon her. Sie meinten das ein Agent 300-600 TL kostet und dieser das erledigt. Nun gar so teuer hatten wir das bisher noch nicht gehört.
Wir legten erst mal wieder in Türkelifeneri ab und fuhren rüber in unseren ruhigen Hafen
Poyraz, wo wir vor dem Strand ankerten und nicht von der Grenzpolizei mit zig Mann und Waffen überfallartig belästigt werden.
Ankern ist erlaubt, solange man das Land nicht betritt und sich auf dem Weg zum Einklarierungshafen befindet.
Nur in Istanbul die Marina Ataköy schied für uns aus. Astronomische Preise und dann das Prozedere des Einklarierens. Mit Agent kann es sehr teuer kommen. Ohne diesen, benötigt man wohl einen kompletten Tag um sich das nötige Transitlog zu besorgen und von den unterschiedlichen Behörden: Hafenamt, Passpolizei, Zoll und Gesundheitspolizei stempeln zu lassen. Alle Behörden sitzen in Istanbul in ganz unterschiedlichen Stadtteilen, ja gar auf verschiedenen Kontinenten. Man darf per Taxi durch die kpl. Stadt und per Fähre über den Bosporus auf den anderen Kontinent. Bekommt dann womöglich gesagt das hier oder dort noch von einer weiteren Behörde ein Stempel fehlt bzw. darf den abgestempelten Durchschlag wieder zur vorherigen Behörde bringen.
Mal sehen wie wir das weiter machen, welchen Hafen, ... - wir haben ja Zeit. Schöner wäre von Griechenland kommend in einem kleineren türkischen Ort das Einreiseprozedere zu machen. Dann wären alle Behörden am Hafen oder zumindest in Reichweite. Scheinbar kommen kaum Sportboote vom Schwarzen Meer in die Türkei oder die Behörden wollen es absichtlich in Istanbul so schwer machen.

Türkelifeneri
Türkelifeneri

Poyraz
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