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Segelyacht Tongji
© Rainer Ocker

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Zu den Dardanellen nach Gelibolu

Der Wetterbericht sprach noch immer von 20 Knoten aus WSW. Tagsüber in Spitzen gar 30 Knoten. Damit war an das Segeln zu den Dardanellen (Gegenwind) und der dort zu erwartenden Düsenwirkung nicht zu denken. So langsam war es nur langweilig in Kemer. Wir beobachteten jetzt schon jeden Tag, das wir früh am Morgen so gut wie Windstille hatten (entgegen der 3 Stunden genauen Wettervorhersage) und das der Wind erst zwischen 10.00 und 12.00 Uhr einsetzte. Also brachen wir früh um 6.00 Uhr bei angeblichen 20 Knoten Gegenwind auf. Hinaus auf das noch dunkle Marmarameer. Tatsächlich hatten wir fast Windstille. Jetzt nach Tagen in Kemer war uns der Motor für die rund 20 Seemeilen bis zu den Dardanellen lieber, als gegen starken Wind zu kreuzen. Wir erlebten einen Traum von Sonnenaufgang auf dem Meer und in der Ferne die Dardanellen.
Parallel zu uns die proppenvolle Berufsschifffahrtsstraße durch die Dardanellen, übers
Marmarameer, nach Istanbul, durch den Bosporus und in das Schwarze Meer. Die Berufsschiffe bildeten eine lange Perlenschnur, teils schon eher zwei Schnüre nebeneinander. Dagegen ist das Verkehrstrennungsgebiet Kadetrinne auf der Ostsee, eine kaum befahrene Dorfstraße.
Die Windstille hielt nur bis 8.00 Uhr und es setzte ein leichter Gegenwind ein. Gegen 10.00 Uhr nahm der Wind zu. Da war er wieder der kräftige SW-Wind. Wir brauchten zum Glück nur noch durch die recht enge Hafeneinfahrt und sind in Gelibolu gut angekommen.

Marmarameer
Marmarameer

Marmarameer
Marmarameer

Gelibolu
Gelibolu in den Dardanellen

Hafen Gelibolu
Der Festungsturm aus dem 8.Jahrhundert am Hafen von Gelibolu

weiter durch die Dardanellen nach - Lapseki

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