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Segelyacht Tongji
© Rainer Ocker

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Donau bis Cernavodă

Weiter sind wir auf der Haupt-Donau und nicht über den Bala-Arm und den Borcea-Arm mit mehr Wassertiefe. Auf der Haupt-Donau gibt es 4 Abschnitte mit geringer Wassertiefe. In einigen Jahren sind diese gar trocken gewesen. Wir haben laut Internet und der am Ufer angezeigten Wasserpegel jedoch genug Wasser um mit unserem Tiefgang gut durchzukommen.
Wir sichteten erste Pelikane.
Bei Kilometer xxx kommt uns ein Berufsschiff entgegen. Ein Fischer ist ganz in dessen Nähe, da fallen doch dem Berufsschiff plötzlich 4 Fässer über Bord. Der Fischer bindet diese an Leinen und schleppt sie zum Ufer. Dort wartet bereits ein Pferdefuhrwerk zum Abtransport. Rumäniens Fischer fangen statt Fisch auch über Bord gegangene Fässer ein. Wenn das kein Beitrag zur Sauberhaltung der Donau ist. Gar nicht auszudenken wenn dort ein Fass aufgeht und der sicher steuerfreie Schiffsdiesel austritt.
Nach nunmehr 500 Kilometern ohne Anleger kommen wir nach Cernavodă. Beim Anlegeversuch am 1.Ponton kam gleich mal wieder eine Frau und verscheuchte uns. Wohin wir können wisse sie nicht aber dieser Ponton sei für Kreuzfahrtschiffe. Im Donau-Schwarzmeer-Kanal nach Constantza sahen wir auch keinen Anleger. Über den Kanal wollten wir auch gar nicht, sondern wir wollen über den schönen Umweg, das Delta, zum Schwarzen Meer. Ein klein wenig weiter die Donau hinunter, gab es einen Anleger an welchem ein Arbeitsboot und ein Lotsenboot im Päckchen lagen. Dort durften wir anlegen.
Das Lotsenboot muss jedoch bei Anruf jederzeit los. Wir durften trotzdem bleiben und hatten das Handy mit in die Stadt. Der Mann vom Lotsenboot erzählte das er von der Anlegesituation weiß und nicht versteht, warum man die paar Sportboote derart vergrault. Er meinte das die offiziellen Pontons für Kreuzfahrtschiffe freigehalten werden. Es kommt aber keines oder eben höchst selten und wenn dann mit vorheriger Anmeldung, meinte der Lotse.
Nachdem wir uns Cernavodă angesehen hatten, können wir auch gut nachvollziehen das kein Kreuzfahrer hier seine Leute an Land läßt. Ärmstes Rumänien und Rudel von wilden Hunden stellen allein schon ein Risiko dar.
Den Mast hätten wir längst stellen können, denn durch die letzten Brücken in Cernavodă und Giurgeni, sowie die Energieleitungen kommen wir auch mit gestelltem Mast hindurch. Wir haben jedoch keinen Wind, bzw. zeitweise ganz leichten Gegenwind, schwitzen weiter bei 38 Grad Luft und 28 Grad Wasser. An diesem Wetter soll sich nichts ändern. Wozu also den Mast stellen? So haben wir die Möglichkeit in Tulcea im Donau-Delta-Infocenter nach der aktuellen Fahrrinnentiefe des interessanten Sfantu-Gheorge-Arms ins Schwarze Meer zu fragen. Dort sind in Verberghts Karte jedoch Energieleitungen ohne Höhenangabe. Ebenso habe ich noch immer Odessa / die Krim im Kopf und dann geht es über Izmail und den Chilia-Arm. Aber auch dies warten wir mal ab, wie sich die Ukraine so mit dem Einklarieren hat. Gelesen haben wir darüber bisher Unmögliches.
Nach gefühlten Ewigkeiten vor Anker kaufen wir auf dem Markt in Cernavodă erst mal wieder Obst und Gemüse sowie frisches Brot. Trinkwassser ist am Anleger leider nicht zu bekommen.
Einmal mehr sagen wir uns wie gut es ist das unsere Tongji (
Sirus 32 DS) ohne Stromanschluss und auch Wochen ohne Trinkwassernachschub klar kommt. Jeder der öfter einen Hafen benötigt sollte (noch) nicht auf der Donau nach Rumänien!

Donau
Grau in Grau auf Bildern
Wir haben strahlenden Sonnenschein bei 38 Grad - keine Wolke am Himmel!
Aber eben Dunst / Wasserdampf steht in der Luft und läßt den Horizont grau erscheinen. Gerade an der Donau, wo man über Kilometer sieht ist auf den Fotos meist nur noch grau in grau.
Der Dunst wird sicher auch durch den hohen Wasserstand und damit überflutete Wälder und Auen bei heißem Wetter begünstigt.


 Die Dobrudscha ist der Donau im Weg. Die Donau fließt jetzt nach Norden.


Cernavoda
Cernavodă

Cernavoda
Cernavodă

Cernavoda
Cernavodă - eine knapp 20000 Einwohner zählende Stadt

Cernavoda
vor der Markthalle in Cernavodă


Auch das ist Rumänien. Augen auf wo man hintritt!
Ob der Gullideckel nun gestohlen ist? Schrott liegt sonst überall rum!
 Häuser und die teils sehr ärmlichen Verhältnisse mochten wir nicht fotografieren

weiter auf der Route - Donau bis Hirsova

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