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Donau bis Calafat

Nach den vielen Formularen in Drobeta Turnu Severin sind wir weiter auf der Donau in Richtung Schwarzes Meer. An einigen Stellen der Donau lernten wir den örtlichen Wind Koschowa kennen. Stand dieser gegen die Strömung entwickelte sich bei kilometerlanger Angriffsfläche eine sehr unangenehme bis zu 0,75 Meter hohe Welle. Die Höhe war natürlich kein Thema, aber so extrem kurz und ruppig durch den Wind entgegen der Strömung. Das Hauptproblem waren dabei die Müllflaschen von den Flaschen zur Kennzeichnung der Fischernetze zu unterscheiden. Unsere Annahme im Fahrwasser seien schon keine Netze war jedenfalls falsch. Wir sahen ein Netz quer und mitten im Fahrwasser. Wir konnten es zwar kaum glauben das es wirklich ein Oberflächennetz sei, aber ein entgegenkommendes Flusskreuzfahrtschiff änderte kurz vor dem Netz den Kurs und wich ebenfalls aus. Wie die Dicken diese Netze rechtzeitig sehen und vom Treibgut unterscheiden ist uns ein Rätsel.
Vor der letzten Schleuse “Portile de Fier 2” warteten wir nach Anmeldung 20 Minuten. Ein Donaukreuzfahrtschiff und ein Frachtschiff kamen aus der Schleuse und wir wurden allein runtergeschleust. Das einzig unangenehme war der starke Wind Koschowa von hinten. Dieser erzeugte bei etwa 14 km Angriffsfläche und nur einem leichtem Bogen vor der Schleuse etwa 50cm Welle in der Schleuse. Unangenehmes Anlegen mit nur einem Schwimmpoller. Auch als das Schleusentor schloss schwabbelte es weiter in der großen Schleuse und beruhigte sich nur allmählich.
Nach dieser letzten Schleuse in diesem Jahr ging es mit Hilfe der Strömung von noch erstaunlichen  3-4 Knoten schnell zum Ankerplatz hinter der Donauinsel Girla Mare bei km 837. Allerdings hatten wir auch dort noch 2 kn Strömung. Am späten Abend, es war stockfinster, hörten wir Fischerkähne fahren. Natürlich ohne Licht. Wir sahen nichts, hatten uns vor den Mücken verschanzt und staunten nur was dort draussen für Trubel war. Nun ja, wenigstens wir waren gut beleuchtet, denn wir hatten natürlich das Ankerlicht gesetzt und konnten so etwas sicher sein das uns keiner rammt.
Am kommenden Morgen war dann kein Fischerboot mehr zu sehen. Ein paar Angler am Ufer, Pferdefuhrwerke zogen am Ufer vorbei, jemand trieb seine Kühe und sonst war alles sehr ruhig. Die Berge lagen jetzt hinter uns, letzte Hügelchen sahen wir noch und die weite Walachei lag vor uns.
In Calafat ist zunächst kein Platz für uns. Wir legen schließlich beim Polizeiboot im Päckchen an, fragen den Hafenkommandanten und dürfen bleiben (was sich am kommenden Tag als Fehler erweist).
Der Platz ist kostenlos. Strom benötigen wir nicht. Einzig der Wasseranschluss von knapp 10 cm Durchmesser stellt uns vor Probleme.
Auf die Frage nach einer Tankstelle reagiert die Polizei und fährt mich samt Kanistern zum tanken. Natürlich will er dafür nichts haben und überall hängen Zettel mit der Anzeigepflicht von Beamtenbestechung. Aber so geht das ja nun auch nicht. Von der hilfsbereiten Polizei zur Tankstelle gebracht und ich sparte mir 3 km Fussmarsch bzw. das Taxigeld. Wir fanden eine Lösung.
Calafat selbst machte einen sehr verschlafenen Eindruck auf uns. Eine sehr breite Fußgängerzone / Promenade im Zentrum mit Springbrunnen, viel Grün, ... Alles ist sehr geflegt, nur eben Menschen sahen wir kaum. Abseits der Bummelmeile ist noch vieles renovierungsbedürftig.

Koschowa
Wenn der Koschowa weht gibts auch auf der Donau Wellen.

letzte Hügel
Hinter uns die Berge - jetzt letzte Hügel und vor uns die platte weite Walachei.

Pferdewagen
Pferdewagen sehen wir regelmäßig und sind noch typisch.

Calafat
Calafat

Calafat
Calafat

Calafat
Calafat

weiter auf der Route - Donau bis Zimnicea

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