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Donau bis Braila

Am Tage nach dem Gewitter des Vorabends in Hirsova, sind die Temperaturen mit 27 Grad angenehm. Am Abend erreicht das Thermometer aber wieder 33 Grad und es werden bestimmt bald wieder wie schon üblichen 38 Grad werden.
Die Donau ist jetzt im Fahrwasser meist 10 bis 20 Meter tief. An einigen Abschnitten sehen wir gar über 30 Meter Wassertiefe.
Bei km 240 / Giurgeni hatten wir dann das “Piratengebiet” hinter uns. Im Internet lasen wir in der Vorbereitung viel darüber. “Yacht überfallen ..., Berufsschiff überfallen und geplündert,...” Sicher gab es das einmal und die Versicherungssumme wurde wahrscheinlich von den Beteiligten kassiert. Anders können wir uns dies kaum vorstellen. Auch in der aktuellen Donaukarte (2010) von Verberght steht noch “Von Giurgeni bis
Cernavoda gibt es Pirateri”. Wir begegneten nur netten freundlichen Menschen und stoppten bei Hirsova in diesem Gebiet mit den besten Erinnerungen. Natürlich war auch uns mulmig wenn gerade in diesem Gebiet ein Fischerkahn auf uns zuhielt. Aber man kann nun mal nicht jedem der seinen Fisch verkaufen möchte derart ablehnend begegnen. Für viele ist das Angeln scheinbar der einzige Erwerb. Oft genug bekamen wir gerade beim Ankern auch Fisch geschenkt.
In Braila angekommen nahmen wir erst mal den freien Ponton vor dem Hafenamt. Das Anlegen dort war eine Katastrophe. Angelegt wird natürlich gegen den Strom der Donau. Bug gegen die Strömung, etwas Gas, Fender auf die Seite und ran. Da ging nichts, zum einen wurden wir vom Ponton weggedrückt und zum anderen waren wir mit Rückwärtsgang die Donau zu Berg zu schnell unterwegs. Noch ein weiterer Versuch scheiterte, bis wir begriffen das hier Strudel gegen den Strom schieben. Also Fender auf die andere Seite und mit dem Strom angelegt. Dies ging auch nur relativ gut, da tatsächlich die Strömung hier zu Berg unterwegs ist und das Schiff vom Ponton durch Strudel wegdrückt.
Provisorisch festgemacht und gefragt ob wir hier für einen Tag liegen können und was es kostet. Der junge Kerl ist auch gleich verschwunden und musste seinen Chef fragen. Nach einer Weile kam er dann wieder und meinte 45,- Euro für die ersten 10 Stunden und danach können wir mit Rabatten die weiteren Stunden in Leu zahlen. Ich war derart von den Socken das ich die Rabatte leider vergessen habe. Dachte auch erst an Verständigungsprobleme aber es war tatsächlich so: 45,- Euro für die ersten 10 Stunden und dann 4,50 Euro pro Stunde mit Rabatten in Leu für ein kleines Segelboot. Als ich Übermittlungsfehler ausschloss verhandelte ich diesmal gar nicht erst über den Preis, sagte ihm was ich davon halte und auf nimmer wiedersehen an seinem Ponton. (Schrieb ich weiter oben nicht von nur netten Menschen? Ausnahmen bestätigen!) Nur wenige Pontons weiter stand eine Art Restaurantschiff. Dort winkte schon ein Mann auf einem alten dort liegenden Boot. Wir legten skeptisch am alten Boot, welches am Restaurantschiff lag, an. Dem Mann gehörten Restaurantschiff und Boot und wir konnten einen Tag bleiben. Die nächste Frage war natürlich der Preis. Erstaunliche Antwort diesmal 0,- Euro.
In Braila sind wir dann erst mal wieder durch eine ansehnliche größere Stadt (200000 Einwohner) etliche Kilometer gelaufen und haben gut gegessen.

Donau
Nach dem Gewitter am Vorabend hatten wir endlich mal nur 27 Grad und keinen Dunst auf den Bildern.

Braila - Seeschiffe
Erste Seeschiffe und eine Werft in Braila

Braila
Braila
Links der 45,- Euro Ponton für die ersten 10 Stunden. Für weitere Stunden gibts dann Rabatte.

Braila
Bummelmeile in Braila

Braila
Braila

Braila
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Braila
Braila

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