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Segelyacht Tongji
© Rainer Ocker

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In der Nacht um Stad gesegelt

Nach der Begegnung mit den ca. 15 Walen am Vortag verließen wir den Hafen von Brattvåg und hatten wieder kaum Wind.
Wir schlichen mit 2 Knoten. Auf dem Flach bei Hildre ging es dann gar nicht mehr vorwärts. Flachstelle, kein Wind, keine Fahrt, da bleibt halt nur die Angel. Sonst
angelten wir Dorsch in Norwegen. Diesmal waren es ein Dorsch und 5 Makrelen. Zwei weiteren kleinen Fischen schenkten wir die Freiheit. Mehr konnten wir kaum essen und in das kleine Gefrierfach an Bord passt auch nicht sehr viel. Kaum war die Verpflegung gebunkert, setzte der Wind wieder ein. Welch ein Timing! Wir segelten mit 2,5 - 5 Knoten durch den Vigrafjord nach Ålesund. Eigentlich hätte dies als Tagesziel gereicht, Ålesund kannten wir aber von der Nordtour und der Wind stand günstig. Also ging es einfach dran vorbei. So schlecht wie der Wind in den letzten Tagen für uns stand, wollten wir ihn nutzen und weiter. Diesmal wählten wir den äußeren kürzeren Weg und es ging mit 5 Knoten über den Breidsund hinaus zum Atlantik. Zwischen den Inseln mit den Orten Rundøy, Rimøy, Volsund, Leinstrand, Kvalsund, Kvalsvik und Fosnavåg durch zwei enge Sunde. Beide Durchfahrten sind zwar recht schmal aber gut betonnt und auch nicht lang. Danach hatte uns der offene Atlantik wieder. Die Passage durch die Inseln ist sehr schön und stände der Wind nicht so günstig um auch noch das berüchtigte Stattlandet zu erreichen hätten wir hier gestoppt. Auf der Nordtour wählten wir den inneren Weg, da dieser zum Geirangerfjord abzweigt. (Wer nicht unbedingt zum Geiranger möchte dem können wir den äußeren Weg empfehlen. Durchfahrtshöhe durch die Brücken der Sunde 17m)
Wir segelten also weiter, denn eine gerade eingeholte Wetterinfo sagte nur noch bis nach Mitternacht Wind voraus, an den beiden Folgetagen schon wieder Südwind (Gegenwind) von 4-5 Bft. Da wäre Stattlandet zur ungewissen Warterei geworden.
So segelten wir mit 4-5 Knoten, 1m Dünung von Westen und 0,8m Welle von Norden ruhig um Stad. Bei Stad war es dann auch bereits dunkel und die Einfahrt nach Maløy ging laut Leuchtfeuern, GPS und Radar. In Ulvesund, kurz vor Maløy, hatten wir dann auch bereits Windstille und der Diesel durfte ran. Im Hafen
Maløy machten wir nach 67 Seemeilen fest und legten uns reichlich müde in die Koje.
 

Ålesund
An
Ålesund ging es vorbei. Wir besuchten die Stadt auf der Nordtour.

Flø
Flø

Fosnavåg
Fosnavåg

Kvalsund
Brücke Kvalsund - die Fahrrinne hindurch ist nur sehr schmal.

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang vor
Stattlandet

Nacht
Licht aus bis zum Hafen Maløy

weiter auf der Route - Nordfjord

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