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Segelyacht Tongji
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Bessaker, Stokksund, Storfosna

Nach einem Ruhetag im schönen Vingsand segelten wir weiter über den Osenfjord und Bessakersund. Nach knapp 10 Seemeilen hatten wir genug. Mangels Wind stoppten wir bei Bessaker. Am Nachmittag hieß es noch einmal Leinen los. Aber wieder kaum Wind, ständig wechselnde Richtungen und so war nach weiteren 10 SM Schluss für den Tag. Bei Hongsand entdeckten wir eine Ankermöglichkeit. Also dort hin. In der Bucht machte sich leider eine Fischzuchtanlage breit. Also ein Stück seitwärts an einem mit 1,4m verzeichneten Stein vorbei. Laut GPS und elektronischer Karte waren wir an diesem bereits vorbei als Marina vorne im Ausguck einen Stein direkt vor uns knapp unter der Wasseroberfläche meldete. Nach Abbruch und einem weiteren Bogen gelang es uns dann doch dort zu ankern.
Am Folgetag hatten wir brauchbaren halben Wind und wir segelten über 40 Seemeilen durch Flesafjord, Stokken, Stokksund, Linesfjord, Asenleia, Tarvafjord, Grandevika bis zur Trondheimsleia. Dort war erwartungsgemäß Gegenwind und wir verschwanden in der rundum geschützten großen Ankerbucht bei Storfosna. Die Bucht hat ideale Wassertiefen zum Ankern. Nur eine schmale Einfahrt mit 4,40 m Wassertiefe führt hinein. Recht langsam und vorsichtig ging es durch die Passage. Es könnte ja auch mal wieder ein nicht verzeichneter Stein unerwartet an der falschen Stelle liegen. Aber nichts, 4,40 m war bei Niedrigwasser die geringste Tiefe die wir feststellten.
In der Ankerbucht Storfosna durften wir dann noch einen weiteren Tag auf günstigen Wind für die Trondheimsleia warten. Also haben wir uns einen ruhigen Tag gemacht und zum Beispiel an dieser Internetseite weitergeschrieben. Einzig das Wetter spielte nicht so mit. Es regnete schon wieder, wie eigentlich jeden Tag hier in Norwegen.
Segler welche wir trafen fragten, neben dem woher und wohin, oft wie oft wir schon in Norwegen waren. Auf unsere Antwort, zum ersten Mal, kam stets: “Einmal Norwegen - immer wieder Norwegen”.
Dies verstanden wir nie wirklich. Wir konnten in Norwegen sicher eine überaus reizende Natur erleben und prima Segeln. Es gibt neben etwa 15 zum Nordatlantik völlig offenen Seegebieten, meist ein recht geschütztes Segelrevier in den Fjorden. Dies vor spektakulärer Naturkulisse wie z.B. mit der Segelyacht vor dem
Gletscher Svartisen oder im Geirangerfjord. So schön dies auch ist, uns machte das Wetter zu schaffen. Meist hatten wir 3-10 Grad und die Heizung lief im Dauerbetrieb. Jetzt südlich vom Polarkreis scheint es auch mal wieder wärmer zu werden. Täglich gab es bisher Regen und schlimmer als die Schauer war der anhaltende Nieselregen. Die Tage mit Sonne und ganz ohne Regen haben wir leider nicht gezählt, es werden aber bis jetzt Ende Juli ganz sicher kein Dutzend sein.

Bessaker
Bessaker

Stokksund
Stokkneset im Stokksund
Das typische Bild in Norwegen: extrem tief hängende Wolken und Regenwetter.
Auch die Hurtigrouten passieren diese enge 90 Grad Stelle im Stokksund. Dies dürfte sehr eng werden.

Stokksund
Stokksund

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